Infos Wein Nr. 2/2018

Nr. 2 Analysenwerte und Beschreibung

2015er Nieder-Flörsheimer Burg Rodenstein,
Dornfelder Rotwein
Deutscher Qualitätswein

97,6 g/l vorhandener Alkohol (ca. 12,5 % Vol)
22,1 g/l zuckerfreier Extrakt
  5,6 g/l Gesamtsäure
20,6 g/l vergärbare Zucker

Der Wein enthält Sulfite.

Restsüße: dezente Süße
Ein angenehmer, nicht gerbstoffbetonter Rotwein.

Empfohlene Trinktemperatur: 16-18 Grad C

Allgemeine Anmerkungen zur Wein-Analytik:

Die Analyse des betreffenden Weines ist auch Bestandteil der amtlichen Qualitätsweinprüfung. Zur qualitativen Beurteilung eines Weines ist die Analyse ein erstes Kriterium. Entscheidend ist aber letztlich der geschmackliche Eindruck. Das was einen Wein ausmacht, ist das Zusammenspiel seiner Inhaltsstoffe und Aromen. Dies ist nur durch Probieren erfahrbar und ermöglicht Differenzierungen bei der Beurteilung.

Der vorhandene Alkoholgehalt variiert entsprechend dem Zuckergehalt des Mostes und dem Grad der Vergärung des Zuckers zu Alkohol. Bei lieblichen Weinen und auch süßen Auslesen ist der Gehalt meist geringer als in trocken ausgebauten Weinen.

Als Extrakt wird die Gesamtheit aller Stoffe bezeichnet, die bei der Destillation eines Weines zurückbleiben (u.a. Kohlenhydrate, Glyzerin, nichtflüchtige Säuren, Stickstoffverbindungen, Gerb- und Farbstoffe, höhere Alkohole und Mineralstoffe). Die betreffenden Werte sind stark vom Jahrgang abhängig. In niederschlagsarmen Jahren sind die Extraktwerte niedriger. Höhere Extraktwerte haben kräftige, gerbstoffhaltige Rotweine und im besonderen Maße hochwertige Auslesen.

Von wesentlicher Bedeutung ist der Gehalt an Säuren im Wein für den Geschmackseindruck. Sie haben auch wesentlichen Einfluss auf die Reifeentwicklung und Lagerfähigkeit eines Weines. Alte, noch gut genießbare Schatzkammerweine weisen meist relativ hohe Säuregehalte und/oder hohe Extrakt- und Restsüße-Werte auf. Schwere, süße Auslesen und Trockenbeerenauslesen mit guter Säurestruktur können über Jahrzehnte gelagert werden ohne dass die geschmackliche Qualität verlorengeht.

Der „vergärbare Zucker“ ist Trauben- und Fruchtzucker, der nicht bei der Gärung zu Alkohol umgewandelt wurde. Er wird in der Sensorik auch mit dem Begriff Restsüße beschrieben.
Die zuvor gemachten Aussagen über die einzelnen Analysenwerte treffen auch für den Zucker im Wein zu. Der betreffende Wert allein ist nicht maßgeblich dafür ob wir die Restsüße eines Weines als zu gering, zu hoch, dezent oder harmonisch ansehen.
In der Gesamtheit aller Inhaltsstoffe und Aromen im Wein zeigt sich die Qualität.

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